Rhenanus (Hg.), Dyas chymica tripartita, 1625

Matthäus Merian d.Ä., Titelblatt und Frontispiz Der chymische Chor, in: Johannes Rhenanus (Hermannus Condeesyanus) (Hg.), Dyas chymica tripartita, das ist, Sechs herzliche deutsche philosophische Tractätlein […] nunmehr aber allen Filiis doctrinae zu Nutz an Tag geben, und mit schönen Figuren gezieret, Frankfurt: Lucas Jennis 1625, UB Frankfurt, Signatur 8° P. 194. 6015

Das Sammelwerk Dyas chymica tripartita steht geradezu symptomatisch für das Bestreben des Verlegers Lucas Jennis, bekannte Autoren oder Kompilatoren nach Frankfurt zu ziehen, erfolgreiche alchemische Traktate in die deutsche Sprache zu übertragen und die Bücher mit spektakulären Illustrationen zu versehen. Bereits in seinem Verlagskatalog von 1622 bewarb Lucas Jennis in der Rubrik Buecher in der Artzney / und Alchymey ein – offenbar nicht erschienenes – Sammelwerk mit dem Titel Ordinale Hermeticum Philosophico Chymicum mit schoenen kunstreichen Kupferstuecken gezieret. Durchaus vorstellbar, dass es sich dabei um den geplanten Vorläufer von Dyas chymica tripartita handelte.

Den Gepflogenheiten der Zeit entsprechend verwandte Jennis teils die kostspieligen Kupferplatten für die Illustrationen vorhergehender Publikationen noch einmal. Der enge, auch künstlerische Zusammenhang mit dem, etwas später im Jahr erschienenen, lateinsprachigen Musaeum hermeticum (1625) ist augenscheinlich, jedoch noch nicht systematisch untersucht. In beiden Büchern finden sich künstlerische Arbeiten von Matthäus Merian d.Ä. und Balthasar Schwan, aber nur die deutsche Ausgabe integriert die Bildserie der Zwölf Schlüssel des Basilius Valentinus mit einer völlig eigenständigen, noch nicht untersuchten Umformulierung des ursprünglichen Textes als laborpraktische Rezeptanleitung.

Zu den Bilderserien, die für Dyas chymica tripartita entworfen und im Musaeum hermeticum wiederverwendet wurden, zählen unter anderem Matthäus Merians Illustrationen zum Buch Lambspring. Eigens zur Bebilderung des zunächst in deutscher, dann im Musaeum hermeticum in lateinischer Sprache abgedruckten Traktats fertigte Merian nach dem Vorbild älterer Lambspring-Manuskripte eine Serie von 15 Radierungen an, die den im Text allegorisch geschilderten Herstellungsprozess des Steins der Weisen illustrieren. Zudem radierte er das Wappen des mittelalterlichen Autors und entwarf ein Titelblatt für das Traktat, bei dem es sich aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig um seine eigene Bilderfindung handelt, da in den von ihm als Vorlage genutzten Handschriften ein solches Motiv nicht vorhanden ist.

Das Titelblatt von Dyas chymica tripartita nimmt eine Unterteilung der gesammelten Traktate in drei Gruppen vor. Unterschieden werden Schriften noch lebender-, mittelalterlicher- und „älterer“ Verfasser. Der Zusatz Mit schönen Figuren gezieret lässt die bereits erwähnte Wertschätzung qualitätvoller Illustrationen erkennen. In der unteren Hälfte befindet sich ein quadratisch eingefasstes Bild, dem ein von vier Engelsköpfen gerahmter Kreis einbeschrieben ist. In dessen Mitte bilden zwei Dreiecke ein Hexagramm, das für universelle Vereinigung steht. Seine untere Spitze wird von einem kleineren Kreis mit der Inschrift CENTRUM IN TRIGONO CENTRI bedeckt, der ein Kreuz trägt, dessen zentrale Positionierung die göttliche Präsenz in allen Dingen des Universums verdeutlicht. Die Inschriften der Kreise befassen sich mit der alchemisch und religiös bedeutsamen Zahl Drei. Der äußere Kreis nennt drei „Wunder“: Gott und Mensch, Mutter und Jungfrau sowie Drei und Eins. Es handelt sich um scheinbare Gegensätze, die zugleich doch eine Einheit bilden. Die Platzierung dieser Illustration auf der Titelseite einer alchemischen Traktatsammlung unterstreicht, dass die an der Entstehung des Werks beteiligten Personen sich und ihre Tätigkeiten als fest eingegliedert in das christliche Weltbild begriffen.

Auch das vermutlich von Matthäus Merian gefertigte Frontispiz spiegelt eine allumfassende Weltvorstellung wider. Die Illustration stimmt auf die Inhalte der gesammelten Traktate ein, indem sie das hermetische Motiv Das, was unten ist, ist wie das, was oben ist, und das, was oben ist, ist wie das, was unten ist thematisiert. In den Bildzwickeln sind Darstellungen der vier Elemente zu sehen: Feuer und Wasser, Luft und Erde werden einander diagonal gegenübergestellt. Das zentrale Bildgeschehen ist eingerahmt von einer oberen, hellen- und einer unteren, dunkel schraffierten Sichel, die das All sowie Tag und Nacht symbolisieren. Sie beinhalten jeweils die sieben Planeten, wobei Sol und Luna die übrigen fünf, als Sterne dargestellten Himmelskörper einrahmen. Zentral im Bild befindet sich ein Hügel, dessen geöffnete Vorderseite den Blick auf das Innere des Erdreichs freigibt. Dort im Dunkeln sitzt der chymische Chor, dessen Musizieren laut Böhme ein irdischer Abklang der Sphärenharmonie ist.[1]Böhme 1993. Sieben nimbierte Gestalten symbolisieren die sieben Metalle, welche der alchemistischen Vorstellung entsprechend in der Erde wachsen und heranreifen. Die Nimben der Figuren lassen die religiöse Komponente des gezeigten Weltbildes deutlich werden; sie verweisen auf das Göttliche in der Natur. Jeweils drei weibliche Figuren umrahmen den mit einer Lyra ausgestatteten Apollon. Zusammen mit den drei oben auf der Hügelkuppe sitzenden Frauenfiguren wird hier auf die neun Musen angespielt, die auch auf dem eigens für das Musaeum hermeticum gefertigten Frontispiz gemeinsam mit dem Lyra spielenden Apollon in zentraler Position platziert sind. In ihren Händen halten die drei auf der Hügelkuppe unter Bäumen sitzenden Gestalten Sphären. Während die mittlere Figur ein Hexagramm, das Symbol der Vereinigung aller Elemente, präsentiert, hält die linke Figur ein auf der Kante stehendes Dreieck (das Symbol von Feuer und Luft) und die rechte ein auf der Spitze stehendes Dreieck (das Symbol von Erde und Wasser), was wiederum einen Bezug auf die in den Zwickeln gezeigten vier Elemente darstellt, deren Vereinigung auch die Bildunterschrift thematisiert. Im Vordergrund der Radierung ist ein Brunnen der Weisheit zu sehen, dessen fehlendes Schöpf-Seil laut Böhme darauf verweise, dass das menschliche Vordringen in die Geheimnisse der Natur und des Universums letztendlich begrenzt sei. Die Bildunterschrift verweist auf die Essenz der hermetischen Weltvorstellung, die Verknüpfung von Makro- und Mikrokosmos: Quae sunt in superis, hac inferioribus insunt/ quod monstrat coelum, id terra frequentur habet/Ignis, Aqua et fluitans duo sunt contraria: felix,/ talia si jungis, sit tibi scire fatis!, D.M. à C.B.P.L C. Bei D.M. handelt es sich um den Dichter Daniel Meissner (1585-1625).

Als Herausgeber der Dyas chymica tripartita wird aufgeführt H.C.D. – aufgelöst Hermannus Condeesyanus Doctor –, den Carlos Gilly, Joachim Telle und Oliver Humberg mit dem deutschen Arztalchemisten und Kasseler Hofarzt Johannes Rhenanus (um 1580-nach 1632) identifizieren.[2]Gilly 1994, S. 150, Anm. 32; Gilly 1995, Nr. 110, 305 und Brief vom 24. Mai 2021; Telle 2011, S. 90f.; Oliver Humberg Brief vom 7. Mai 2021 Als Protagonist in der Rosenkreuzerbewegung tat sich Hermannus Condeesyanus – alias Rhenanus – bereits 1618 mit dem Druck der Schrift Responsum ad fratres rosaceae crucis illustres in Gemeinschaft mit einem gewissen Hercules Ovallodius Alsatus hervor.[3]Akat. Cimelia Rhodostaurotica 1995, Nr. 110 S. 95. Ein güldener Tractat vom Philosophischen Steine, der gleich an erster Stelle Aufnahme in der opulenten Sammelschrift von 1625 fand, stammt aus seiner eigenen Feder.[4]Carlos Gilly, Brief vom 29. Mai 2021 „Das Exemplar vom Ein güldener Tractat vom Philosophischen Steine … Anno 1625 mit der handgeschrieben Notiz der ‚Verfasser ist Rhenanus‘ (ein aus der … weiterlesen Rhenanus, der nicht nur ab 1610 das fürstliche Laboratorium leitete, sondern auch dichtete, erhielt bei Hofe eine überdurchschnittlich hohe Besoldung. Überdies agierte er als diplomatischer Berichterstatter und wurde nach 1627 ein enger Vertrauter des abgedankten hessischen Landgrafen Moritz (1572-1632).[5]Moran 1991, S. 95-78; Salloch, Sabine, Das hessische Medizinalwesen unter den Landgrafen Wilhelm IV. und Moritz dem Gelehrten. Rolle und Wirken der fürstlichen Leibärzte, Marburg 2006, S. 53ff. und … weiterlesen Bemerkenswert ist die publizistische Parallele zu dem Butzbacher Hofarzt, Rosenkreuzer und Alchemiker Daniel Mögling (1596-1636), für den gleichfalls Matthäus Merian d.Ä. als Illustrator tätig werden durfte (Speculum sophicum rhodo-stauroticum von 1618).

Von dem Wissenschaftshistoriker Claus Priesner wurde der anonyme Herausgeber H.C.D. an anderer Stelle mit Johann Grasse bzw. Johann Grasshoff (Grasshof) (1560-1618/23) in Verbindung gebracht.[6]Siehe auch Wüthrich Bd. 2 1972, Nr. 8 oder VD17 14:647009G. Derselbe war Jurist, dessen Beratertätigkeit am Hof des Kölner Erzbischofs und Kurfürsten Ernst von Bayern ab 1603 verbürgt ist. Sein bekanntestes, mit der Bedeutung der Farben spielendes, allegorisches Florilegium in der Ich-Perspektive ist der Kleine Baur von 1617. Dort figuriert eine Doppelblume mit einer weißen und einer roten Blüte als Symbol des Großen Werks. Eine Reihe seiner Werke ist weder erforscht, noch in eine adäquate Reihenfolge gebracht, was sicherlich auch an seiner großen Vorliebe für die Verwendung verschiedener Pseudonyme liegt.[7]Zu Johann Grasse siehe Lederer, Thomas, Leben, Werk und Wirkung des Stralsunder Fachschriftstellers Johann Grasse (nach 1560-1618), in: Pommern in der Frühen Neuzeit. Literatur und Kultur in Stadt … weiterlesen In Frankfurt publizierte er bei Johann Bringer, der Herausgeber der Dyas chymica tripartita ist er jedoch nicht.[8]Siehe z.B. Johann Grasse, Arcani Artificiosissimi Aperta Arca. Das ist: Der allergrösten vnd künstlichsten Geheimnüssen der Natur eröffneter vnd offstehender Kasten […] Beneben der rechten vnd … weiterlesen

In der Dedikation von Dyas chymica tripartita an Christiano dem Eltern Fürsten zu Anhalt / Grauen zu Ascanien / Herrn zu Zerbst unnd Berneburg – also an Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) – wird seitens des Herausgebers ein selbstbewusster nationaler Ton angeschlagen, wobei unterstrichen wird, dass die Deutschen als Erben des Römischen Reichs anzusprechen und somit in vielen Wissens- und Fachgebieten führend wären. Entsprechend würde der vorliegende Band dokumentieren, dass die deutschen Kenner der Mysticae Philosophiae Sacrarium insbesondere zahlreich wären.[9]Dedicatio von Dyas chymica tripartita, S. 6f. Siehe auch Telle 2011, S. 90f. Fraglos betont Johannes Rhenanus, der Alchemist und Leibarzt am Hofe Moritz des Gelehrten, mit derartigen Bemerkungen zugleich die große Rolle der Fürstenalchemie im deutschsprachigen Raum.

Dem luxuriösen Buch beigefügt als Adligat, also selbstständiger Druck mit eigener Seitenzählung, ist das Hermetico-Spagyrisches Lustgärtlein. Darinnen Hundert und Sechzig unterschiedliche schöne kunstreiche chymico-sophische Emblemata, oder geheimnisreiche Sprüche der wahren hermetischen Philosophie, Frankfurt: Lucas Jennis 1625. Dasselbe enthält nach eigenen Angaben noch vier grossen schönen unnd tieffsinnigen theosophischen Figuren. Nicht allein sehr dienstlich / Augen und Gemuet […] zu erluestigen / sondern zugleich ein scharffes nachdencken der Natur / bey allen Flijs Doctrinae zuerwecken. Dabei handelt es sich unter anderem um die Alchemische Weltlandschaft von 1618. Alle ursprünglichen Bildüberschriften auf den Faltblättern wurden dafür getilgt, um den eigenständigen Aussage- und Bildcharakter derselben zu unterstreichen. Die Systembilder aus dem 3000-Seiten-Opus von Johann Daniel Mylius hatten sich somit verselbständigt.

Katja Lehnert / Berit Wagner


Literatur

Wüthrich Bd. 2 1972, Nr. 87, S. 104 (dort Johnann Grasse /Grasshoff als Herausgeber genannt), siehe auch Nr. 77, S. 95, Basilius Valentinus, Vier Tractaetlein von dem grossen Stein; Brüning 2004, Nr. 1432, S. 258f.; VD17 14:647009G (bislang noch mit Johann Grasse bzw. Johann Grasshoff als Herausgeber aufgeführt)

Trenczack 1965, S. 332; Buntz 1968, S. 90-98; Putscher, 1983, S. 37; Neugebauer 1993, Kat. Nr. 240, S. 310; Böhme 1993 (zum Frontispiz); Tilton 2003, S. 30f.; Wels Alphidius und Lamspring 2021

Online-Exemplare UB Frankfurt; Getty Research Institute; BSB München (dort jweils bislang noch mit Johann Grasse bzw. Johann Grasshoff als Herausgeber aufgeführt)

Zum Herausgeber

Gilly 1994; Gilly 1995; Priesner, Claus, Eintrag Grashof(f)/Graßhof(f), Johannes (Synonyme: Grasseus, Chortolasseus, Hermann Condesyanus), in: Priesner/Figala 1998, S. 165f.; Telle Joachim, Eintrag Grasse, Grass(a)eus, Johann, in: Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes, Berlin 2009, Bd. 4, S. 377; Telle 2011 (für Johannes Rhenanus als Herausgeber bzw. Auflösung des Pseudonyms Hermannus Condeesyanus)


Endnoten
Endnoten
1 Böhme 1993.
2 Gilly 1994, S. 150, Anm. 32; Gilly 1995, Nr. 110, 305 und Brief vom 24. Mai 2021; Telle 2011, S. 90f.; Oliver Humberg Brief vom 7. Mai 2021
3 Akat. Cimelia Rhodostaurotica 1995, Nr. 110 S. 95.
4 Carlos Gilly, Brief vom 29. Mai 2021 „Das Exemplar vom Ein güldener Tractat vom Philosophischen Steine … Anno 1625 mit der handgeschrieben Notiz der ‚Verfasser ist Rhenanus‘ (ein aus der Dyas Chymica Tripartita, Franfurt, Jennis, 1625 ) abgetrenntes Heft (Bl. B2r-B4v) stammt aus der Bibliothek der Grossen National-Mutterloge Zu den drei Weltkugeln in Berlin, und befindet sich heute in der Bibliothek der Adam-Mickiewicz-Universtität Posen. Auch in einem Exemplar der lateinischen Version Tractatus aureus de lapide philosophico, in: Musaeum hermeticum, Frankfurt, Jennis, 1625, p. 9) in Dresden steht am Rande von unbekannter Hand: Johannis Rhenani Operibus chymiatricis pag. 192 totum hunc Tractat annexit, ac pag. 183 plurima sphalmata attribuit (und 183 viele Fehler aufdeckt). Auf S. 183 wird auch gesagt dasss der Name Condeesyanus ein Anagramm darstellt. Rhenanus hat 1625 den ersten Teil seines unter dem Kürzel H.C.D. und dem Anagramm Hermannus Condeesyanus publizierten Harmoniae Chymico‑Philosophicae, Sive Philosophorum Antiquorum consentientium […] Decas I, an Fürsten August von Anhalt gewidemet. Dieser, seinerseits, hat seinem Vertrauten Freund Karl Widemann diese Nachricht weitergeleitet und den Rhenanus als Verfasser identifiziert: Es hatt D. Rhenanus Archiater des Landgraffen Mauritii Mir dedicirt Syntagmata Harmoniae Chymicae philosophiae Antiquorum philosophorum, Ich hab Ir vor dem geschicktengehabtt vgl. Brief vom 21./31. Mai 1625, Abschrift von Widemann, Sylva scientiarum, a.O., 602c. (heute S. 823).“ – Die Zuschreibung der Radierungen von S. 10 und auf dem Titelblatt von Ein güldener Tractat vom Philosophischen Steine (S. 11) an Balthasar Schwan durch Wüthrich bleibt zu überprüfen.
5 Moran 1991, S. 95-78; Salloch, Sabine, Das hessische Medizinalwesen unter den Landgrafen Wilhelm IV. und Moritz dem Gelehrten. Rolle und Wirken der fürstlichen Leibärzte, Marburg 2006, S. 53ff. und passim; S. 42 zur Besoldung von 420 Gulden jährlich. Auch Großvater und Vater betätigten sich im Bereich der Alchemie. Das Medizinstudium bei dem Arztalchemisten Johannes Hartmann (1568-1631) am 1609 gegründeten Marburger collegium chymicum hatte der Landgraf finanziert.
6 Siehe auch Wüthrich Bd. 2 1972, Nr. 8 oder VD17 14:647009G.
7 Zu Johann Grasse siehe Lederer, Thomas, Leben, Werk und Wirkung des Stralsunder Fachschriftstellers Johann Grasse (nach 1560-1618), in: Pommern in der Frühen Neuzeit. Literatur und Kultur in Stadt und Region, hg. von Wilhelm Kühlmann und Horst Langer, Tübingen 1994, S. 227-237. In einer Kasseler Sammelschrift hat sich der Traktat Physica naturalis rotunda visionis chimica cabalistica, f. 77-79v, 4° Ms. chem. 52, Universitätsbibliothek Kassel überliefert, der teils Grasse zugeschrieben wird. Anders aber Lederer, Thomas, Zum Leben und Werk des Alchemikers Franz Krell, in: Analecta Paracelsica. Studien zum Nachleben Theophrast von Hohenheims im deutschen Kulturgebiet der frühen Neuzeit, hg. von Joachim Telle, Stuttgart 1994, S. 149-166. Freundlicher Hinweis Carlos Gilly.
8 Siehe z.B. Johann Grasse, Arcani Artificiosissimi Aperta Arca. Das ist: Der allergrösten vnd künstlichsten Geheimnüssen der Natur eröffneter vnd offstehender Kasten […] Beneben der rechten vnd warhafftigen Physica Natvrali Rotvnda, durch eine Visionem Chymicam Cabalisticam gantz verständtlich beschrieben, Johann Bringer, Frankfurt 1617, Exemplar in BSB München, Alch. 9 https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10252615?page=5 – Der Zuschreibung der Dyas chymica tripartita an Rhenanus als Herausgeber schließt sich Claus Priesner an, Brief vom 26. Mai 2021.
9 Dedicatio von Dyas chymica tripartita, S. 6f. Siehe auch Telle 2011, S. 90f.